Donnerstag, 19. April 2018

99 Dezibel fest im Acker verankert: PAM/events und Antaris


(c) Katja Kirseck

Ohne ihn läuft hier gar nichts: Projektleiter Timo von der Berliner Firma PAM/events sorgt seit 2008 für die Bühnen- und Soundtechnik beim Antaris Project und steckt jetzt im April längst mitten in den Vorbereitungen. Bis Mitte Juli umfasst sein Team sieben Kollegen. Eine solide Planung ist unverzichtbar, wenn eine verträumte Wiese weit draußen im Havelland zum bebenden Partygelände umgewandelt werden soll. Hier gibt es weder Strom noch Wasser, weder Autobahnanschluss noch ebene Hallenböden.

(c) Jordan Wegberg

Und gerade das macht die Antaris für eine Firma wie PAM/events, die mit ihren riesigen Lagerhallen voller Hochleistungstechnik eher auf Industriedienstleistungen spezialisiert ist, zum Herzensprojekt. 

(c) Katja Kirseck

Schon fünf Tage vor dem Opening ist auf dem Otto-Lilienthal-Flugplatz in Stölln eine fleißige Mannschaft am Werk. Zwei Sattelschlepper und vier Zwölftonner transportieren rund 35 Tonnen Material, das ausgeladen und an seinen Standort getragen werden muss. Das Stahlgerüst der Bühne und die Türme für Licht und Sound werden zusammengebaut und auf dem unebenen Untergrund fachmännisch verankert.

Nach Verkabelung und Installation der Tontechnik führen die PAM-Profis mit dem Akustikbüro Dahms aus Potsdam die ersten Soundchecks durch. Sieben Immissionsorte rund um das Gelände, von denen einer stets mit der Windrichtung mitwandert, sind während des gesamten Festivals kontinuierlich per App abrufbar. Die optimale Beschallung für den Mainfloor liegt bei knapp unter 99dBa bzw. 135dBcpeak, wobei sie in den Nachtstunden ganz minimal gedämpft wird, um dann bei Sonnenaufgang mit neuer Kraft zum Tanz zu rufen. Diese Werte werden auch protokolliert – nur für den Fall, dass es mal Beschwerden von Anwohnern geben sollte. Aber die feiern ja fast alle mit.

(c) Jordan Wegberg

Während des Festivals sind sechs bis sieben Tontechniker plus vier bis sechs Azubis von PAM/events rund um die Uhr schichtweise im Einsatz. Sie pendeln zwischen den Floors, kümmern sich um übernervöse DJs („Der CD-Player funktioniert ja gar nicht!“), beantworten die Fragen technikverliebter Partygäste zur Musikanlage und stellen sicher, dass es auf gar keinen Fall zu Unterbrechungen kommt, denn wer auf der Antaris tanzt, kann Zwangspausen nicht gebrauchen.


(c) Jordan Wegberg

Über 100 Boxen sind rund um den Mainfloor aufgehängt – und zwar in einem ganz besonderen Verhältnis von je 4 L’Acoustics-Kara-Topteilen zu 6 Bässen (normalerweise liegt das Verhältnis bei 3:1). Das erklärt, warum auf der Tanzfläche gelegentlich mal ohne eigenes Zutun die Hose ins Wackeln gerät. Für Eltern hat Timo – selbst Vater eines Sechsjährigen, der gerne mit zur Antaris kommt – gleich zwei gute Ratschläge. Ohrschützer sind der eine, den Nachwuchs nicht auf die Schultern zu nehmen der andere, denn die Schallwellen der über Kopfhöhe platzierten Topteile sind weniger angenehm als die satten Bässe. 



(c) Jordan Wegberg

Timo verrät auch, warum das Aufstellen von Strandmuscheln rund um den Floor keine so gute Idee ist. Unter der Erde verlaufen nämlich die Strom- und Signalleitungen für die Bühnentechnik. Und Zeltheringe sind lang, spitz und metallisch. Unser Gesundheitstipp für die nächste Antaris: Matten, Sitzkissen oder Campingstühle, die auch ohne Bodenverankerung das gewünschte Erste-Reihe-Gefühl vermitteln. Unter Strom stehen könnt ihr auf angenehmere Weise.


(c) Jordan Wegberg

Noch während dann die letzten Fraggles wieder heimwärts ziehen, läuft Timos Crew mit zusätzlich angereister Verstärkung erneut zu Hochform auf. Technik und Bühne müssen abgebaut, ordentlich verstaut und wieder auf die Trailer geladen werden. Und die vielleicht größte Herausforderung für die Anlage, die hier vier Tage lang am absoluten Limit gefahren ist, steht erst noch bevor: alle Geräte müssen sorgfältig von Staub oder Schlamm gereinigt und auf ihre Funktionsfähigkeit getestet werden, ehe sie wieder ins Lager einsortiert werden können und für ihren nächsten Einsatz bereitstehen.

(c) Katja Kirseck

Noch mehr Blicke hinter die Kulissen der Antaris-Vorbereitungen stellen wir euch in diesem Video von Katja bereit.







Samstag, 7. April 2018

Antaris Project 2018 – Blogblicke hinter die Kulissen



Noch 13 Wochen und 5 Tage – die 24. Auflage des Antaris Project rückt näher, und damit auch die Vorfreude der Goanauten auf aller Welt, denen vor kurzem bereits ein sehr vielversprechendes Line-up präsentiert wurde. 

Unsereins braucht ja bloß die Tage zu zählen und irgendwie die Zeit totzuschlagen, bis auf dem Otto-Lilienthal-Flugplatz in Stölln endlich wieder gefeiert werden darf. Aber was passiert eigentlich auf der Organisationsebene in diesen letzten Monaten vor dem Festival? Welche Vorbereitungen müssen getroffen werden, um einen Partyplaneten mitten im havelländischen Niemandsland zu erschaffen? Wer sorgt für alles Notwendige und damit für unser ungetrübtes Feierglück?

Von links nach rechts: Wina Winkelmann, Uwe Siebert (Antaris Project), Katja Kirseck (Video), Jordan Wegberg (Texte und Fotos)

Gestern trafen wir uns mit Uwe Siebert, dem Schöpfer und organisatorischen Kopf der Antaris, um Pläne zu schmieden. In diesem Blog informieren wir euch ab sofort regelmäßig in Text, Bild und Videos über die Menschen und Ereignisse hinter den Kulissen und lassen euch somit an allen Dimensionen der Vorfreude teilhaben.

Auf ein paar zusätzliche Überraschungen könnt ihr euch schon mal gefasst machen …

Antaris - it's for your eyes, your ears and your heart! Bleibt dran und freut auch auf die kommenden Beiträge!



Sonntag, 4. März 2018

Axel Ranisch: Nackt über Berlin



Jannik ist siebzehn, ziemlich übergewichtig und heimlich verliebt in seinen vietnamesischen Mitschüler Tai. Der hat zwar das Aussehen eines Engels, doch als er eines Abends zufällig dem total betrunkenen Rektor ihrer Schule begegnet, schmiedet er einen teuflischen Plan.

Um sich seine Zuneigung zu sichern, hilft Jannik mit. Die beiden schließen Rektor Lamprecht in seiner Wohnung ein und von jeglichem Kontakt zur Außenwelt ab. Zunächst scheint das nicht mehr als ein derber Spaß zu sein, doch als Jannik nach ein paar Tagen bemerkt, dass die Sache aus dem Ruder läuft und zur Folterung mutiert, ist Tai nicht mehr zu bremsen.

Derweil durchläuft Jens Lamprecht, der brutalen Willkür seines anonymen Entführers chancenlos ausgesetzt, alle Phasen der Emotionen, von Wut über Verzweiflung bis zu dem Punkt, an dem er sein Gewissen durchforstet: Womit hat er diese Bestrafung verdient? Leider gibt es da so einige dunkle Flecken in seiner Vergangenheit – und Lamprecht hat mehr als genug Zeit, darüber nachzugrübeln.

Das Schöne an Nackt über Berlin ist, dass beide Seiten dieser Kidnapping-Geschichte viel Raum bekommen: die Täter (genauer gesagt vor allem der Mittäter, denn Tais Motive bleiben lange Zeit unklar) wie auch das Opfer, das keineswegs ein unschuldiges ist. Die unterschiedlichen Perspektiven spiegeln sich auch in Stil und Sprache. Während die in der Ich-Form geschriebenen Teile aus Janniks Sicht eher Jugendbuchcharakter haben, (manchmal etwas zu) viel Umgangssprache verwenden und eine einfache Struktur aufweisen, sind die aus personaler Perspektive über Jens Lamprecht erzählten Passagen sprachlich und dramaturgisch anspruchsvoller – dem unterschiedlichen Alter und Bildungsstand der Protagonisten wird also auf narrativer Ebene Rechnung getragen.

Alle Figuren, auch die weniger wichtigen, sind detailreich, plastisch und lebensnah geschildert. Sie haben schräge Hobbys, kleine Neurosen, körperliche Schwächen oder heimliche Obessionen, ihr Handeln wird von den verschiedensten Verpflichtungen, Wünschen und Unzulänglichkeiten bestimmt, und auf Schwarzweißmalerei hat Axel Ranisch in seinem Debütroman vollkommen verzichtet: Niemand ist nur böse oder nur edelmütig. Im wirklichen Leben ist das selbstverständlich, in der Literatur ja oft leider nicht.

Besonders gefallen hat mir Janniks für einen Siebzehnjährigen ungewöhnliche Begeisterung für klassische Musik und wie sie hier als erzählerisches Element integriert wird. Denn Jannik hört sie nicht nur, er lebt sie regelrecht und lässt sich in seinen Entscheidungen und Reaktionen von ihr leiten.

Es gibt auch ein paar Schwachpunkte in diesem insgesamt sehr unterhaltsamen und empfehlenswerten Roman. Die zahlreichen Rechtschreib- und teilweise auch Grammatikfehler haben mich beim Lesen zunehmend gestört und hätten im Lektorat sorgfältiger behoben werden müssen, und das Happyend ist mir persönlich ein bisschen zu weichgespült, vor allem da die bis dorthin erzählte Geschichte von Loyalitätskonflikten und eskalierender Gewalt durchaus ans mentale Eingemachte geht und die Lesergemüter keineswegs mit Samthandschuhen anpackt.

Dennoch ist Nackt über Berlin – ein Titel übrigens, der sich mir nicht vollständig erschließt, aber als gutes Marketing durchgehen kann – ein Lesevergnügen mit psychologischem Tiefgang, erfreulich mehrdimensionalen Figuren und einer guten Portion handfestem Humor.

Axel Ranisch: Nackt über Berlin, erschienen am 23. Februar 2018 bei Ullstein Buchverlage, Hardcover, 384 Seiten, 20 Euro


Montag, 15. Januar 2018

Literaturporträt: Oliver Schlick

Foto: Fotostudio NEVA, Düsseldorf
Oliver Schlick ist studierter Sozialarbeiter und in der stationären Jugendarbeit sowie in der Flüchtlingshilfe tätig. Das sollte man vielleicht wissen, um die jugendlichen Protagonistinnen seiner Romane - alle weiblich übrigens - besser verstehen zu können: schräge, aber trotzdem sehr sympathische Charaktere mit einem liebenswerten Sprung in der Schüssel.




In Olivers Büchern für junge Erwachsene (und alle anderen) werden Grenzen überschritten, auch die der Welt, wie wir sie kennen. Doch wenn ein Autor sein Metier beherrscht wie er, kommt man da mit heiler Haut wieder raus und ist um eine vergnügliche Leseerfahrung reicher.

Die Buchstaben meines Vornamens stehen für folgende Eigenschaften:


Onbereschenbar (wie der Rheinländer in mir sagen würde)
Leidensfähig
Introvertiert
Vantasievoll  genug, um Vantasie auch mal mit V zu schreiben
Extrovertiert
Renitent

Diese drei Dinge habe ich gestern gelernt oder erfahren:


  1. Warum das Wow!-Signal Wow!-Signal heißt.
  2. Auch mit Anfang fünfzig nimmt das Maß an Weisheit nur bedingt zu, die Wachstumsgeschwindigkeit von Nasenhaaren dagegen rasant.
  3. Wow! Ich war tatsächlich so weise, Ersatzbatterien für den Nasenhaarschneider im Haus zu haben.


Diese drei Dinge zaubern mir zuverlässig ein Lächeln aufs Gesicht:


  1. Die Piccolotrompete in Penny Lane.
  2. Die Das ist so viel mehr als nur eine Tüte- Szene in Tatsächlich Liebe, in der Rowan Atkinson kurz davor steht, von Alan Rickman erwürgt zu werden.
  3. Regierende Schnapsnasen, die sich in tiefer Sorge um die Volksgesundheit gegen eine Cannabis-Freigabe für Erwachsene aussprechen. Wüsste man es nicht besser, könnte man glauben, die hätten was geraucht.


Hier bin ich am allerliebsten:


Foto: privat

Auf meinem Balkon. Mit Blick auf Stadttor und Fernsehturm.

Dafür bin ich dankbar:


Mit einer Frau verheiratet zu sein, die so nett ist, den Part der vernünftigen Person in unserer Beziehung zu übernehmen.

Mein derzeitiges Herzensprojekt ist:


Die nächste Geschichte — in der sich alles um die Zahl 11 dreht.

Meine Homepage/Facebook-Seite/mein Blog: 

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Smart Storys - Literatur für die Bahnsteigkante




Was machst du, wenn der Zug erst in 17 Minuten kommt, wenn du im Café auf deine Freunde wartest oder vor dem Postschalter in der Schlange stehst? Wie beschäftigst du dich im Wartezimmer deines Hausarztes oder während einer langweiligen Busfahrt?



Lesen ist eine gute Lösung, allerdings hast du nicht immer ein Buch dabei – oder du möchtest dich nicht zwischen Tür und Bahnsteigkante in einen 500-Seiten-Roman vertiefen.



Inzwischen gibt es eine Reihe von Kurzgeschichten-Apps für mobile Endgeräte, die diesem Dilemma abhelfen sollen. Die meisten davon haben allerdings zwei entscheidende Mängel:

  1. Die angebotenen Texte unterliegen keinerlei Qualitätskontrolle, weil jeder seine Hobbyschreibversuche unlektoriert hochladen kann. Sowohl thematisch als auch stilistisch haben sie nur wenig Überraschendes oder gar Anregendes zu bieten. Solltest du Wert auf Orthografie und Zeichensetzung legen, könnten sie deinen Blutdruck in schwindelnde Höhen treiben.
  2. Du weißt nicht im Voraus, wie lange du für das Lesen einer Geschichte brauchst, ob du also bis zum Erreichen deiner Zielhaltestelle mit der Lektüre fertig wirst. Unter Umständen wirst du nie erfahren, ob die schüchterne, wunderschöne junge Frau den gut aussehenden, erfolgreichen Mann kriegt – allerdings ist das im Grunde auch nicht so wichtig (siehe Punkt 1).


Der österreichische Smart Storys Verlag ist jetzt mit einer App an den Markt gegangen, die genau hier ansetzt. Er bietet anspruchsvolle Literatur anstelle von dilettantischer Fanfiction: Die über 700 Texte wurden mit größter Sorgfalt ausgewählt und lektoriert. Sie müssen bestimmte Kriterien wie Kreativität und Originalität erfüllen und dürfen gerne auch kritisch sein oder das Denken herausfordern. Bloße Unterhaltung kann man überall bekommen – Smart Storys will den Horizont der Lesenden erweitern und ihnen einen außergewöhnlichen Blickwinkel eröffnen.



Zur Auswahl stehen Texte von unter 5 oder unter 15 Minuten Lesedauer. Du bestimmst im Vorfeld, wie viel Zeit du aufwenden möchtest, und die App gewährleistet, dass du die Geschichte eine normale Lesegeschwindigkeit vorausgesetzt in diesem Zeitrahmen zu Ende lesen kannst.



Die Texte werden per Zufallsgenerator aufgerufen. Jedes Mal zeigt dir die App eine neue Kurzgeschichte an. So kannst du auf literarische Entdeckungsreise gehen, und zwar beliebig oft. Dir werden Themen und Autor(inn)en präsentiert, denen du sonst vielleicht niemals begegnet wärst, und anstelle vorkonfektionierter Massenware erhältst du eine handverlesene Kollektion sprachlich und inhaltlich anspruchsvoller kleiner Schmuckstücke.

Ständig wird das Angebot um weitere Geschichten erweitert. Die Autor(inn)en haben einen Verlagsvertrag und werden an den Umsätzen beteiligt; sie behalten die Druckrechte. Ein Link unter ihrem Text führt zu ihrer Vita und/oder auf ihre Website, sie können also durch die Kurzgeschichten auf sich und ihre weitere literarische Arbeit aufmerksam machen.

Die Smart-Storys-App für Smartphone, Tablet oder Laptop, eine Liste der beteiligten Autor(inn)en und Informationen zur Einreichung eigener Texte erhältst du hier: www.smartstorys.at.

Du hast es sicher schon geahnt: Auch ich habe eine Kurzgeschichte zum Literaturangebot von Smart Storys beigesteuert. Sie trägt den Titel Kontrolle.

Überraschenderweise geht es darin allerdings nicht um Schwarzfahrer.



Samstag, 16. Dezember 2017

Literaturporträt: Alice Gabathuler

Foto: Anastasia Kontoulis Delogu
Die Schweizer Autorin Alice Gabathuler ist durch eine Reihe von Jugendbüchern bekannt, in denen sie mit feinem psychologischen Gespür brandaktuelle Themen aufgreift und diese dann in eine spannende (Thriller-)Handlung verpackt. Kein Wunder, dass sie von einer Lesung zur nächsten geradezu weitergereicht wird!

(c) Alice Gabathuler


Seit kurzem ist sie auch als Verlegerin tätig und hat sich damit einen lang gehegten Traum erfüllt.

Wie sie es schafft, trotzdem noch ständig neue Romane zu schreiben, bleibt ihr Geheimnis - jedenfalls ist erst vor wenigen Monaten "Hundert Lügen" bei Thienemann erschienen.

(c) Alice Gabathuler



Die Buchstaben meines Vornamens stehen für folgende Eigenschaften:


Allzeitneugierig
Lebensfroh
Integer
Chaotisch
Emotional


Diese drei Dinge habe ich gestern gelernt oder erfahren:


  1. Mein Kopf kann definitiv das Wetter vorhersagen (was bei Föhnsturm und Schneefall doppelt weh tut).
  2. Ich bin von wundervollen Menschen umgeben.
  3. Ich habe das mit dem „Vormichherschieben“ immer noch nicht im Griff und werde es wohl auch nie in den Griff bekommen.


Diese drei Dinge zaubern mir zuverlässig ein Lächeln aufs Gesicht:


  1. Schöne Landschaften
  2. Witzige Texte
  3. Der Anblick unserer wunderbar ungenormten Kinder samt Anhang


Hier bin ich am allerliebsten:


Ui, das ist schwierig. Ich habe zwei Lieblingsorte: Schottland und das Val Lumnezia in der Schweiz. Ich häng dann mal ein Schottlandfoto an. Isle of Skye, meine Lieblingsinsel und gleichzeitig ein Schauplatz der Reihe Lost Souls Ltd.

(c) Alice Gabathuler


Dafür bin ich dankbar:


  • Meine Familie.
  • All die Jungs und die Mädels, die meine Lesungen besuchen und mir immer wieder klar vor Augen führen, warum und für wen ich schreibe. Sie sind eine riesige Energiequelle!
  • Meinen beiden Kollegen Tom Zai und Stephan Sigg, die mit mir zusammen den da bux Verlag gegründet haben und damit meinen Traum erfüllt haben, in einer Band zu spielen. Wir rocken Bücher, und das so richtig und richtig gerne.


Mein derzeitiges Herzensprojekt ist:


Im Augenblick fließt ganz viel meiner Energie und meines Herzblutes in die Eröffnung einer Galerie mit Schweizer Kinder- und Jugendbüchern im Val Lumnezia in den Schweizer Bergen. Und um Berge geht es auch in meinem Schreib-Herzensprojekt: Ich habe mir für mein nächstes Jugendbuch ein ganz spezielles Thema ausgesucht und freue mich darauf, es zu schreiben. Womit ich sehr elegant einen Weg gefunden habe, meinen zweiten Lieblingsort, das Val Lumnezia ebenfalls mit einem Bild vorstellen zu können.

(c) Alice Gabathuler




Freitag, 1. Dezember 2017

Literaturporträt: Christine Korte


(c) Christine Korte

Mit einem Porträt von Christine Korte beginnt die neue Blogserie Literaturporträts. Die Gymnasiallehrerin lebt in Ostfriesland und ist Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband. Sie schreibt Gedichte, Kurzgeschichten, Abiturreden, Weihnachtsbriefe, WhatsApp-Nachrichten und gelegentlich auch Romane.

(c) Geest-Verlag

Am 20. Oktober ist im Geest-Verlag Christine Kortes erster Roman Tannenzwei erschienen. Die Buchpremiere in ihrer Heimatstadt Aurich war so erfolgreich, dass schon wenig später eine zweite Auflage gedruckt werden musste.


Die Buchstaben meines Vornamens stehen für folgende Eigenschaften:


Charmant 
Humorvoll
Realistisch 
Integer 
Selbstwirksam 
Tapfer
Interessiert 
Natürlich
Eloquent

Diese drei Dinge habe ich gestern gelernt oder erfahren:


1. Es ist total schön, nach einer ermüdenden Grippe-Woche wieder zur Arbeit gehen zu können.
2. Steve Jobs hat bereits nach dem ersten Semester sein Studium geschmissen.
3. Ich muss geduldig sein. Noch geduldiger.

Diese drei Dinge zaubern mir zuverlässig ein Lächeln aufs Gesicht:


  • der Blick meines Hundes Lisca, kurz bevor der Mann im Käsewagen auf dem Auricher Wochenmarkt eine Scheibe Gouda über die Theke wirft
  • Downton Abbey, the one and only Lieblingsserie
  • Abiturentlassungsfeiern

Hier bin ich am allerliebsten:


(c) Christine Korte


zu Hause in Ostfriesland


Dafür bin ich dankbar:


  • das Glück meines Sohnes,
  • am Leben zu sein,
  • dass mein anstrengender Beruf als Lehrerin so viel Glück für mich bedeutet,
  • Kreativität,
  • Käse, Äpfel,
  • Ostfriesland,
  • Freiheit, Demokratie, Recht, Frieden.

Mein derzeitiges Herzensprojekt ist:



ein zweiter Roman